2016-01-22
Das Dorf Bohou liegt unweit der bekannten Yalong-Bucht bei Sanya. Aufgrund des Rückflusses von Meerwasser sind in der Gegend fast ausschließlich Salz-Alkali-Böden vorzufinden. Viele junge Dorfbewohner sahen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um in den Großstädten nach besser bezahlten Jobs zu suchen. Viele der zurückgebliebenen, älteren Dorfbewohner sprechen weder Hochchinesisch, noch verfügen sie über Arbeitsfertigkeiten. Der jährliche Ertrag durch Reisanbau betrug früher nur knapp 1. 000 Yuan pro Mu (ein Mu gleicht 1/15 Hektar). Seit der Einführung des Rosenanbaus im Jahr 2009 hat sich das Leben der Dorfbewohner von Grund auf geändert.
Es gibt rund 250 verschiedene Rosenarten, die hauptsächlich in den gemäßigten Zonen der nördlichen Halbkugel vertreten sind. Nach langjährigen Experimenten ist es Agrarwissenschaftlern im Jahr 2008 zum ersten Mal gelungen, Rosen in Sanya zu züchten. Nach den erfolgreichen Tests wurde Bohou ausgewählt, um die Rosen großflächig anzubauen. 2009 wurde in dem armen Dorf daher eine Rosenplantage gegründet. Der Salz-Alkali-Boden erhielt durch den Rosenanbau neue Vitalität und die Dorfbewohner konnten ebenfalls davon profitieren.
Der insgesamt knapp 3. 000 Mu umfassende Salz-Alkali-Boden wurde für 3. 300 Yuan pro Mu an eine Firma verpachtet. Die Dorfbewohner wurden von dem Unternehmen für den Anbau und die Pflege der Pflanzen sowie das Pflücken der Rosenblüten eingestellt. So erhalten die Landwirte jeden Monat zusätzlich zu den Pachtgebühren einen festen Lohn. Selbst Dorfbewohner jenseits der 50 sind der Arbeit gewachsen, auch wenn sie kein Hochchinesisch sprechen. Die Dorfbewohnerin Su Pinglan arbeitet seit 2010 in der Rosenplantage. Sie hat in mehreren Arbeitsbereichen gearbeitet – vom Anbau über Verpackung, bis hin zum Vertrieb – und hat immer besser verdient. Sie erzählt:
" Ich arbeite hier schon sehr lange. Meine jetzige Arbeit ist viel leichter als der Reisanbau. Mit dem Rosenanbau verdiene ich auch viel besser. Die Arbeit hier macht Spaß. "
Dank des Rosenanbaus ist das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Haushalt im Dorf Bohou auf über 70. 000 Yuan gestiegen. Für die Einwohner eines Dorfes der Li-Nationalität ein sehr hoher Betrag.
Die Rosenplantagen gelten seit 2012 außerdem als eine touristische Attraktion und haben zahlreiche Besucher in ihren Bann gezogen. Die Rosen haben den einheimischen Landwirten nicht nur Wohlstand beschert, sondern auch ihre Lebensweise verändert. Su Wenmao, ein Verantwortlicher der Rosenplantage, erklärt:
" Wir kamen vor sechs Jahren nach Bohou. Die Veränderungen in den vergangenen Jahren sind deutlich sichtbar. Dies spiegelt sich unter anderem in dem Verkehr, dem Lebensumfeld, der Beschäftigung und der mentalen Einstellung der Dorfbewohner wider. "
Das durch den Rosenanbau schön und reich gewordene Bohou zieht nicht nur Besucher aus verschiedenen Landesteilen an. Auch die jungen Leute, die das Dorf verlassen haben, um woanders mehr Geld zu verdienen, kehren allmählich zurück. Liao Hongxia hat zum Beispiel bei ihrer Firma gekündigt und ist in ihre Heimat zurückgegangen. Jetzt arbeitet sie als Reiseführerin in Bohou. Für sie sind die Veränderungen in den vergangenen Jahren eindeutig: " Das Leben hat sich in vielerlei Hinsicht verändert. Früher führten wir ein armes Leben. Jetzt gehen wir in Richtung eines bescheidenen Wohlstandes. "
Wie Su Wenmao, Verantwortlicher der Rosenplantage, erklärt, solle aus dem Dorf Bohou in Zukunft eine Rosen-Gemeinde werden, um auf diese Weise zum Prozess der Urbanisierung beizutragen.
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