2016-12-29
Heutzutage diskutiert man auf der ganzen Welt heftig über die Probleme der Umweltverschmutzung. Lange Zeit hat man die Natur als Quelle aller Rohstoffe betrachtet und ausgenutzt. Man nahm an, dass sie unerschöpflich sei, dass ihr Vorrat ohne Ende sei, und dass sich die industrielle Produktion und damit der Wohlstand immer mehr steigern ließe. Man hat überhaupt keine Probleme gesehen. Schornsteine haben schließlich immer geraucht, Abwässer sind immer schon in Flüsse und Seen geleitet worden. Irgendwann spürt man die Grenzen des Fortschritts; die ständige Entwicklung der Industrie, das ständige Wachstum zerstören die Umwelt des Menschen. Deshalb fordert man jetzt: 1. die Reinhaltung des Wassers und der Luft, d. h. der Schutz vor Abgasen und Abwässern, 2. die Beseitigung von Müll und giftigen Industrieabfällen, 3. die Bekämpfung des Lärms, d. h. den Schutz vor den Geräuschen, die durch Motoren und Maschinen verursacht werden, 4. die Reinhaltung der Nahrung, d. h. den Schutz vor schädlichem Gebrauch chemischer Mittel.
Am Umweltschutz arbeiten heute Biologen und Chemiker, Techniker und Politiker. Die Probleme können gelöst werden, wenn wir alle, d. h. der Einzelne und der Staat, die Gefährdung der Umwelt erkennen und gemeinsam umweltbewusst handeln. Wir brauchen neue, bessere und noch umweltfreundlichere Gesetze als früher.
Manche Schwellenländer haben ein atemberaubendes Wachstum erlebt, aber vielfach auf Kosten der Umwelt. Hier sollte man von den Erfahrungen der Industrieländer lernen. z. B. ist in Deutschland der Gebrauch von DDT, einem der stärksten Insektengifte, das in der Landwirtschaft gegen Schädlinge eingesetzt wurde, verboten worden, denn es hatte sich gezeigt, dass dieses Gift mit der Nahrung in den Körper der Tiere und Menschen gelangt. Außerdem wurde schon im Jahre 1964 durch ein Gesetz erreicht, dass ein Stoff aus Waschmitteln entfernt wurde, der Schaum erzeugt. Vorher hatte es auf vielen Flüssen giftige Schaumkronen gegeben. Diese sind heute verschwunden. Ein weiteres Beispiel für umweltfreundliche Entwicklungen gibt es in der Autoindustrie. Die Autoindustrie hat Motoren entwickelt, die weniger Lärm verursachen und weniger Giftgase in die Luft abgeben. Außerdem darf nur noch bleifreies Benzin verkauft werden. Und auch Biobenzin wird vom Staat gefördert.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass wir erst am Anfang stehen, dass sich nicht alle umweltbewusst verhalten. Oft stellen sich mächtige Interessengruppen den Maßnahmen zum Umweltschutz entgegen: Industriebetriebe werden in unmittelbarer Nähe von Wohnsiedlungen errichtet; riesige Flugplätze werden ohne Rücksicht auf benachbarte Wohngebiete gebaut.
Dagegen schließen sich heute Bürger zu gemeinsamen Aktionen, den „Bürgerinitiativen", zusammen, die auch schon manche Erfolge erzielt haben. Diese Bürgerinitiativen protestieren z. B. gegen den Bau einer Chemiefabrik, gegen die Vergrößerung eines Flughafens oder gegen eine geplante Autobahn. Manchmal haben diese Bürgerinitiativen Erfolg, und sie können verhindern, dass die Umwelt noch stärker belastet wird. Aber oft können sie sich nicht gegen Industrie und Verkehrsplaner durchsetzen. Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann werden wir in kurzer Zeit die letzten Reste unserer natürlichen Umwelt zerstören. Wenn wir aber weiter unsere natürliche Umwelt so ausbeuten und zerstören wie bisher, dann zerstören wir schließlich unsere Lebensgrundlage und die Lebensgrundlage unserer Kinder.
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