2016-05-31
Amazon China hat eine Studie über die Lesegewohnheiten von Chinesen durchgeführt. Befragt wurden bei der Untersuchung über 11. 000 Leser aus mehr als 500 chinesischen Städten. Über 80 Prozent der Befragten lesen demnach täglich mindestens eine halbe Stunde und 40 Prozent lesen täglich über eine Stunde. Am beliebtesten sind literarische Bücher, sozialwissenschaftliche Bücher und Bücher über Wirtschaftsmanagement.
Wie Shi Jianjun, stellvertretender Generaldirektor von Amazon China, erklärt, unterscheide sich die Bücherwahl je nach Alter und Geschlecht sehr.
" Menschen, die in den 1960er Jahren geboren sind, genießen es, im Vergleich zu Menschen anderer Altersgruppen, konzentriert zu lesen. Sie verwenden darauf zwölf Prozent mehr Zeit, als auf das Lesen sozialer Medien. Im Vergleich zwischen Mann und Frau widmen sich mehr Männer dem konzentrierten Lesen. 32 Prozent der Lektüre, die von Männern gelesen wird, sind praktische Bücher wie zur Berufsplanung oder zur Aneignung von Fachkenntnissen. Bei den Frauen macht diese Art der Lektüre nur 21 Prozent aus. "
Dank der Entwicklung von Wissenschaft und Technik ist digitales Lesen ein unaufhaltbarer Trend und unentbehrlicher Teil des Lebens vieler Leseratten geworden. Dies zeigt auch die Untersuchung. E-Books erfreuen sich wegen ihrer leichten Tragbarkeit und günstigen Preise immer größerer Beliebtheit. Die Zahl der Befragten, die E-Books gelesen haben, ist das dritte Jahr in Folge gestiegen. Mit einem Anteil von 84 Prozent ist ein Wachstum von sechs Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. 56 Prozent der Befragten sagten, dank E-Books hätten sie mehr gelesen. 90 Prozent der Befragten wollen in Zukunft mehr E-Books lesen.
Mit der immer größeren Verbreitung von E-Books treten jedoch auch Sorgen über die Veröffentlichung und Leserate von Papierbüchern auf. Sogar der Tod von Papierbüchern wurde bereits prophezeit. Shi Jianjun sagt, die steigende Zahl von E-Book-Lesern bedeute aber keinesfalls den Untergang von Papierbüchern. Beide Bücherarten könnten sich im Gegenteil sogar ergänzen.
" Beide Medienarten könnten sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Lediglich vier Prozent der Befragten lesen nur E-Books. 84 Prozent lesen sowohl Papierbücher als auch elektronische. Den Lesern stehen nun beide Bücherarten zur Verfügung. Sie können nach Belieben diejenige nehmen, die ihnen gerade zusagt. "
Egal ob Papierbuch oder E-Book, Bestseller sind heutzutage ein fester Teil der Büchersammlung vieler chinesischer Leser. Ein Teil der jungen Leser wählt ihre Lektüre sogar anhand der aktuellen Bestsellerliste. Chen Ping, Professor des Literaturinstituts der Peking-Universität, erklärt jedoch, Leser sollten mehr klassische Literatur ins Visier nehmen, die nicht auf der Bestsellerliste stehe.
" Bestseller spiegeln nur den Geschmack gewöhnlicher Leser unserer Zeit wider. Nur weil es an der Spitze der Bestsellerliste steht, ist es nicht unbedingt ein gutes Buch. Gleichzeitig sind viele gute Bücher keine Bestseller. Unsere Aufgabe liegt deshalb darin, gute Bücher, die nicht in der Bestsellerliste erfasst wurden, zu entdecken und dem Publikum zu empfehlen. So können sie eine größere Leserschaft erreichen. "
2016/5/31 13:40:11
2016/6/1 0:27:59
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