2016-03-31
Sie messen den Puls und erinnern an die nächste Untersuchung: Fitnessarmbänder und Gesundheits-Apps für das Smartphone. Die digitalen Hilfen sind inzwischen überall – obwohl sie gefährlich sein können.
Erst seit wenigen Jahren sind Fitnesstracker auf dem Markt. Trotzdem zeigt das Ergebnis einer Umfrage, dass inzwischen fast jeder dritte Deutsche ein Armband, eine Smartwatch oder ein Smartphone mit Fitness-App benutzt. Beliebt sind auch Schrittmesser, die zählen, wie viele Schritte man am Tag geht.
Die neue Technik wird besonders von Sportlern und Menschen, die abnehmen wollen, verwendet. Sie messen damit Körperwerte wie Blutdruck, Blutzucker oder die Temperatur des Körpers. In Zukunft soll die Technik sogar helfen, Krankheiten früher zu erkennen oder sie durch das richtige Sportprogramm zu verhindern.
Aber die schöne neue Welt kann auch gefährlich werden. Wenn Krankenkassen die Daten bekommen, können sie ihre Patienten unter Druck setzen. Die Patienten müssen dann bestimmte gesundheitliche Zielwerte erfüllen, damit ihr Beitrag nicht steigt. In den USA ist das bereits möglich. In Deutschland lehnen es die meisten Patienten bisher ab, die Daten an die Krankenkasse weiterzugeben.
Und es gibt noch weitere Probleme. Eines ist zum Beispiel der Datenschutz, weil viele Apps persönliche Daten sammeln und diese an Dritte weitergeben. Ein anderes Problem betrifft die Funktionsweise: Ein Test der Verbraucherzentrale ergab, dass nur zwei von zwölf digitalen Hilfen richtig funktionierten. Die anderen zeigten falsche Messwerte an. Und folgt man den falschen Messwerten, kann das der Gesundheit sogar schaden.
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