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2025-03-24
Das ist Elisabeth Schadl.
Sie stand vor einer schweren Entscheidung: Sollte sie Metzgerin bleiben oder Königin werden?
Aber warum entweder oder, wenn doch beides geht?
Als Weißwurstkönigin.
Das ist ihre Geschichte.
Hier in der Metzgerei Gschwendtner in Markt Indersdorf darf die Wursthoheit ihrer Leidenschaft nachgehen.
Zur Königin gekrönt wurde sie letztes Jahr von der Bayerischen Metzgerinnung.
Der Job als Produkthoheit wird definitiv ernst genommen.
Es gibt ganz verschiedene und viele.
Es gibt die Milchkönigin, es gibt die vom Honigverband.
Da die Weißwurst wirklich zum Kulturgut gehört, haben sie sich gedacht, wir nennen es "Weißwurstkönigin".
Heute ist ein besonderer Tag.
Das hier sind ihre letzten Weißwürste als Königin.
Die 21-Jährige blickt auf ein bewegtes Jahr zurück.
Ausmalen kann man sich gar nicht, wie besonders und vielseitig das Jahr wird.
Produkthoheiten sind nicht nur da, um freundlich zu lächeln, sie informieren und klären auf.
Elisabeth vertritt das Metzgerhandwerk.
Gut, dass die Metzgermeisterin sich absolut auskennt.
Wenn man Politiker kennenlernt, darf man denen in kurzer Zeit anbringen, was unser Anliegen ist.
Und die verschiedenen Lebensmittelverbände, man hat wirklich mit dem Handwerk zu tun.
Da ist's gut, wenn man sich auskennt und Fragen gescheit beantworten kann.
Inhaltlich für sie also kein Problem.
Aber wie schaut's mit dem Zeitmanagement einer Monarchin aus, neben dem Vollzeitjob?
Mir war das nicht bewusst.
Ich hätt nicht gemeint, dass ich so viel unterwegs bin.
Der Chef hat viel Verständnis.
Und daheim gibt's Gott sei Dank Unterstützung durch den königlichen Hofstaat.
Es ist stressig, das muss ich schon sagen.
Allein würd's auch nicht gehen.
Wenn die Mama nicht schon das Dirndl gebügelt hätte, der Papa mich nicht zum Bahnhof gefahren hätte, wenn mich nicht jemand abgeholt hätte,
wenn mein Chef nicht gesagt hätte, "geh eine Stunde früher, passt," dann wär das nicht möglich.
Aber ich muss wirklich sagen, es hat sich gelohnt.
Dabei wäre es beinahe gar nicht so weit gekommen.
Der Metzgerinnung wäre eine würdige Monarchin fast entgangen.
Denn Elisabeth wollte gar nicht in einer Wurstküche landen.
Eigentlich wollt ich Krankenschwester werden.
Es war auch schon alles ausgemacht.
Wir haben einen landwirtschaftlichen Betrieb, Mutterkuh- und Ochsenmast.
Da sind wir immer zum Metzger gefahren.
Dann sieht man, wie das Vieh betäubt wird.
Wie geht's dann weiter?
Wie kommt so ein Riesenvieh in so eine kleine Wurst rein?
Und deswegen hat sie ein Praktikum gemacht.
Das hat mir saugut gefallen, weil ich gesehen hab, was ich tagsüber gemacht und geschafft hab.
Das handwerkliche Arbeiten mit den Händen, diese Vielseitigkeit, das gefällt mir wahnsinnig gut.
Fast fertig! Die Würste sind bereit für den Brühkessel.
Elisabeths Regentschaft geht zu Ende.
Ihre Begeisterung fürs Handwerk bleibt, und steckt an.
Ich hab eine Freundin, die ist aktuell Spargelkönigin.
Der hab ich erzählt, was wir alles so machen.
Sie hat sich total begeistert dafür und auch ein Praktikum als Metzgerin gemacht.
Und sie fängt als Metzgerin eine Ausbildung an.
Ich glaub, das hat funktioniert.
Die Königin hat ihre Mission also erfüllt und für die Metzger Fachkräfte angeworben.
Was wohl die Spargelbauern dazu sagen?
Für Elisabeth jedenfalls bleiben viele schöne Erinnerungen, aber:
Ich glaub, meine Familie ist schon froh, wenn der Stress mal rum ist, dass ich einfach mal da bin und mal wieder was tu, und nicht nur spazieren fahr.
Jetzt aber die wichtigste Frage des heutigen Tages: Wie sind sie geworden, ihre letzten königlichen Weißwürste?
Kann man essen.
Königliche Bescheidenheit.
Frei nach dem Motto: Nix gesagt ist genug gelobt.
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