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2025-03-31
Er ist der Held einer ganzen Generation, ein Weltstar, eine Formel-1-Legende.
Michael Schumacher prägte den Sport wie kaum ein anderer.
Für viele ist er bis heute der beste F1-Fahrer aller Zeiten.
Doch stimmt das überhaupt?
Ich bin Leon und als 97er Jahrgang hatte ich noch das Vergnügen, Michael Schumacher in seinem roten Ferrari bestaunen zu dürfen.
Und mein damals sechsjähriges, aber schon scharfsinniges Auge hat natürlich sofort erkannt, dieser Mann hat eine umbändige Gier nach Erfolg.
Und diese Gier entwickelte sich bereits sehr früh.
Schumi, der am 3. Januar 1969 in Hürth das Licht der Welt erblickte, bekam zu seinem vierten Geburtstag von seinem Vater ein umgebautes Cat-Car mit einem 5 PS Mofamotor.
Ein ganz schön heißes Teil für einen Vierjährigen und der Start in eine Mega-Karriere.
Sein Papa Rolf meldete ihn beim Kart-Club an und schon ein Jahr später holte er den ersten Sieg.
Doch damals konnte er eine Sache nicht.
Langsam fahren.
Der damalige Jugendwart des Kart-Clubs, Rolf Deimel, meinte einst, er ist sogar zig-zag gefahren und es hat nicht geklappt.
Für den Mini-Schumi drehte sich in seiner Jugend alles um das Kart-Fahren.
Egal ob die Sonne schien oder nicht, Michael verbrachte jede freie Minute auf der Strecke.
Währenddessen betreute Papa Rolf übrigens die Bahn
und Mutter Elisabeth versorgte die hungrigen Kartfahrer an der Imbissbude mit Würstchen und Pommes.
Das Geld war bei Familie Schumacher damals ein bisschen knapp
und das hatte auch zur Folge, dass sich Michael keinen neuen Reifen leisten konnte.
Doch er wusste sich trotzdem zu helfen, indem er einfach aus dem Müll die abgefahrenen Reifen seiner Konkurrenten fischte und an sein Kart schraubte
und damit drehte er dann Runde um Runde und das am liebsten im Regen.
Zum einen, weil er dann die Bahn meistens für sich alleine hatte,
zum anderen, weil sein eigentlich unterlegenes Material nicht so entscheidend war.
Für seine Formel-1-Karriere, war das jedenfalls enorm hilfreich.
1987 wurde er dann bei den Senioren schließlich Kart-Champion, Europameister und fast sogar Weltmeister.
Ein Jahr später entdeckte dann ein gewisser Willi Weber das Juwel bei einem Regenrennen in Salzburg.
Der damals 19-jährige Schumi startete vom Platz 7 und kam mit fast 15 Sekunden Vorsprung aus der ersten Runde zurück.
Das ganze Trainieren im Regen hatte sich also ausgezahlt.
Und auch Weber zeigte sich begeistert.
Die Präzision, die Sauberkeit seiner Linie ist in jeder Runde identisch.
Alles, was er macht, wirkt zu leicht, zu spielerisch, zu souverän.
Er nimmt Schumacher unter seine Fittiche und bringt ihn 1989 in die Formel 3.
Dort etablierte er sich und holte ein Jahr später sogar den Titel.
In einem Rennen bricht sogar sein Schalthebel ab.
Aber kein Problem für Schumi.
Er wickelt es sich einfach einen Handschuh um die scharfkantige Bruchstelle und fährt bis zu offenem Wunder an seiner Hand einfach weiter und gewinnt sogar das Rennen.
Sein damaliger Rivale Otto Rensing zeigte sich begeistert von Schumacher.
Fahrerisch waren wir gleich stark, aber er war den Tick ehrgeiziger, fokussierter, sich nicht zu schade einen Tropfen Schweiß zu vergießen.
Das zeichnet ihn aus, dass er sich von klein auf durchbeißen musste.
Doch nur mit Durchbeißen kannst du keine Weltkarriere starten.
Dafür brauchst du schon noch ein paar mehr Attribute, zum Beispiel Disziplin.
Und die holte sich Schumacher in seiner Zeit bei der Formel 3.
Oft saß er bis in die Nacht mit seinen Ingenieuren zusammen.
Sein damaliger Teamkollege Jochen Mass war davon genervt, dass Schumi nie Ruhe gegeben hat.
Das Maximum des Möglichen war ihm ein inneres Bedürfnis.
Er war eingleisiger und verbissener als wir alle.
Und diese Verbissenheit brachte ihn letztendlich in die Formel 1, bei der das erste Mal beim großen Preis von Belgien für den Rennstall Jordan an den Start ging.
Und das aus einem sehr kuriosen Grund.
Der eigentliche Jordan-Stammfahrer, Bertraga Show, saß damals nach einer Attacke auf einen englischen Taxifahrer im Gefängnis.
Schumi konnte das egal sein, er stellte seinen Boliden im Qualifying direkt auf Platz 8 und das Interesse in Deutschland nach ihm war schlagartig geweckt.
Das Rennen verlief allerdings dann nicht ganz so toll, nur 400 Meter schaffte er es, bis er dann leider aufgeben musste.
Das war auch dann sein einziges Rennen für Jordan.
Direkt im Anschluss wurde er von dem damaligen Top-Team Benetton verpflichtet und fuhr in Monza seine ersten WM-Punkte ein.
In den folgenden drei Jahren etablierte sich Schumi in seinem Benetton zu einem echten Top-Fahrer.
Die Saison 1994 sollte für ihn eine der schönsten, aber auch eine der tragischsten werden.
Die ersten beiden Rennen konnte Schumi überlegen gewinnen.
In Talagos hatte er sogar bis auf Senna alle Fahrer überrundet.
Der Deutsche war nun endgültig in der Formel 1 angekommen.
Im dritten Rennen in Imola passierte allerdings eine Tragödie, von der sich die Formel 1 nie richtig erholte.
Ayrton Senna, der Hero schlechthin und auch Schumis Vorbild, verunglückte tödlich.
Bereits am Tag davor war im Qualifierin Roland Ratzenberger an seinem Auto gestorben.
Dieses Wochenende zeigte wieder einmal, wie gefährlich dieser Sport sein kann.
Für Schumacher hieß es jetzt, trotz dieser Tragödien einen kühlen Kopf zu bewahren.
Er war schließlich der WM-Führende und in dieser Saison auch der Favorit.
Doch ständige Diskussionen um Regelwidrigkeiten an seinem Auto machten ihm das Leben schwer.
Am Ende wurde er zweimal disqualifiziert und bekam eine Sperre für zwei Rennwochenenden.
Statt in 16 konnte er nur in 12 Rennpunkte sammeln.
So emprannte ein Titelkampf mit Damon Hill, der erst im letzten Rennen der Saison entschieden wurde.
Und das auf eine spektakuläre Art und Weise.
Der in Führung liegende Schuhmacher wird von Hill immer mehr unter Druck gesetzt.
In Runde 36 macht der Deutsche dann einen verhängnisvollen Fehler.
Er rutscht von der Strecke und schlägt mit der rechten Seite in die Streckenbegrenzung ein.
Als er zurück auf die Fahrbahn kommt kollidiert er mit Hill.
Für Schumacher war das Rennen gelaufen.
Eine Zeit lang dachte er, dass es das mit dem WM-Titel war.
Doch Hill konnte sich zwar noch an die Box retten, musste das Rennen aber im Endeffekt auch aufgeben.
Somit war Schumacher das erste Mal Weltmeister.
Ein Jahr später konnte er seinen Titel gegen Damon Hill direkt verteidigen und dabei gelang ihm in Spa ein wahres Meisterstück.
Im Regenrennen startete er nur vom Platz 16, doch nur 15 Runden später hatte er alle seine Konkurrenten eingeholt.
Die Kart-Sessions im Regen haben sich also bezahlt gemacht.
Doch die Saison 1995 sollte auch Schumachers letzte Saison beim Benetton sein.
Sein Manager Willi Weber fädelte damals einen Deal mit einer Legende, einem Mythos der Motorsportgeschichte ein.
Ferrari.
Die Tifosi hatte zu diesem Zeitpunkt seit 17 Jahren keinen Fahrertitel mehr geholt und Michael Schumacher galt als der Hoffnungsträger.
Der damalige FIA-Chef Gianni Agnelli drückte es angeblich so aus, wenn Ferrari mit Michael Schumacher nicht Weltmeister wird, dann werden wir es nie mehr.
Der Druck war also groß und die Arbeit entsprechend auch und vier Jahre später hat es dann endlich geklappt.
In der Saison 2000 holte sich Schumi ein Rennen vor Saisonende den lang ersehnten Titel.
Unvergessen bleiben dabei seine harten, aber meist auch fairen Duelle gegen seinen damaligen Dauerrivalen Mika Häkkinen.
Für ihn selbst war der erste Titel mit Ferrari gleichzeitig der schönste.
Endlich zahlte sich die ganze harte Arbeit, die er und sein Team investiert hatten, aus.
Und mit dem Titelgewinn im Jahr 2000 begann für beide eine Ära.
Es war der Startschuss in eine Dominanzphase.
Insgesamt fünf Fahrer- und Konstrukteurstitel in Serie konnten Schumi und die Scuderia holen.
Die Saison 2005 verlief dann wieder etwas nüchterner für das nun erfolgsverwöhnte Team aus Maranello.
Ein junger Spanier namens Fernando Alonso konnte sich relativ easy den Titel holen.
Schumi wurde in dieser Saison nur dritter und ein Jahr später verkündete er dann seinen Rücktritt aus der Formel 1.
Doch Schumacher hatte noch mal Bock und kämpfte wie ein Löwe gegen Fernando Alonso für seinen achten Titel.
Am Ende reichte es allerdings nicht ganz und die Rennfahrlegende verabschiedete sich aus der Königsklasse.
Denn zur Saison 2010 gab er sein Comeback in der Formel 1 und fuhr drei Jahre lang für Mercedes.
Zwar war die Zeit bei dem deutschen Team nicht sonderlich erfolgreich für ihn, dennoch legte er das Fundament für die Ära, die Mercedes in den darauffolgenden Jahren haben sollte.
Am 19. Dezember 2013 änderte dann eine schlimme Tragödie das Leben von Michael Schumacher schlagartig.
Bei einem Ski-Umfall zog er sich schwerste Kopfverletzungen zu.
Genauere Infos zu seinem Gesundheitszustand gibt es nicht.
Sein erster Teamchef Eddie Jordan meinte damals, es ist für seinen Sohn Mick sicher nicht leicht zu wissen, dass der Vater nicht am Familienleben teilhaben kann, dass er da ist, aber nicht da ist.
Leider wurde dieser Mut zum Risiko, den er in der Formel 1 immer lebte, ihm an diesem Tag zum Verhängnis und wir können ihm nur alles Gute wünschen.
Fassen wir das Ganze mal zusammen.
Sieben WM-Titel mit zwei verschiedenen Teams, 91 Rennsiege, 155 Podiumsplätze, 68 Pole Positions und 1.566 WM-Punkte.
Zusammen mit Lewis Hamilton ist er der Rekordweltmeister der Formel 1.
Die Frage nach dem Besten aller Zeiten ist auch eine rein subjektive und nur schwer zu beantworten.
Geht man rein der Statistik nach, ist Lewis Hamilton erfolgreicher als Michael Schumacher.
Für mich persönlich braucht es da allerdings ein bisschen mehr als nur Statistiken.
Mit seiner Entschlossenheit, seiner Besessenheit, seiner Furchtlosigkeit, seinem Ehrgeiz und seinem Instinkt ist Michael Schumacher für mich der kompletteste Formel 1 Fahrer aller Zeiten.
Schumi hatte trotz seines Siegeswillens und seiner Begeisterung für die Geschwindigkeit immer eine Gelassenheit und eine gewisse Coolness an sich.
Und diese Coolness verlor er nur einmal, als er 1998 in Spa in der Boxengasse auf David Coulthardt losging.
Schumi führte das Rennen damals souverän an, doch beim Überrunden kollidierte er mit dem Schotten.
Seine Mechaniker konnten ihn dann allerdings etwas beruhigen.
Zudem eroberte Schumi mit seinem Charme und seinem Charisma von Anfang an die Herzen vieler Zuschauer.
Nicht zu vergessen sein unglaubliches Fahrtalent, das von Kindesbeinen auf gefördert wurde.
Schumi ist eine Institution dieser Sportart.
Selbstverständlich möchte ich nicht die Erfolge eines Lewis Hamilton abstreiten.
Allerdings hatte Hamilton das Auto, Schumacher das Herz.
Für mich persönlich bleiben diese Duelle unseres deutschen Heroes gegen diesen damals noch sehr jungen spanischen Fernando Alonso für immer in Erinnerung.
Schumi hat auch meine Liebe und mein Interesse für diese Sportart geweckt und dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Und jetzt habt ihr gefragt, was verbindet ihr mit dem Namen Michael Schumacher und welcher Schumi-Moment bleibt für euch unvergessen?
Und wer ist für euch überhaupt der beste F1-Fahrer aller Zeiten?
Lasst es mich in den Kommentaren wissen.
Nächste Woche geht es bei uns dann wieder ganz normal weiter mit einer aktuellen Story zum Rennwochenende in Saudi-Arabien.
Bis dahin, ciao!
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