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2025-03-11
Konkurrenzlos beherrscht der Mensch die Welt.
Wir entwickeln aber etwas, das alles ändern könnte.
Unsere letzte Erfindung, das mächtigste Werkzeug, die stärkste Waffe, vielleicht ein Wesen.
Künstliche Superintelligenz.
Klingt nach Science-Fiction?
Fangen wir von vorne an.
Intelligenz bedeutet zu lernen, rational zu denken, sich Wissen und Fähigkeiten anzueignen, um Probleme zu lösen.
Intelligenz ist Macht.
Unsere Spezies hat sich das am meisten zunutze gemacht, die Spielregeln der Natur gebrochen und die Kontrolle übernommen.
Der Weg dahin verlief aber nicht gerade.
Für die meisten Tiere rechnet sich die Energie, die Intelligenz kostet nicht.
Betrachten wir den Artenbaum durch die Zeit, können wir aber trotzdem viele verschiedene Formen von Intelligenz entdecken.
Die ersten Gehirne hatten Plattwürmer vor 500 Millionen Jahren.
Nur ein Haufen von Neuronen, die grundlegende Körperfunktionen steuerten.
Dann diversifizierten sich die Arten über hunderte Millionen Jahre und wurden immer komplexer.
Das Leben eroberte neue Umgebungen, gewann neue Sinne und musste sich im Konkurrenzkampf beweisen.
In der Natur geht's ums nackte Überleben.
Und ein Gehirn kostet viel.
Weshalb für fast alle Tiere eine einfache Intelligenz für simple Aufgaben ausreichte.
In manchen Umgebungen entwickelten Tiere wie Vögel, Oktopusse und Säugetiere komplexere neuronale Strukturen.
Für sie zahlten sich energieintensivere Fähigkeiten wie eine fortgeschrittene Orientierung und Kommunikation aus.
Dann tauchten vor sieben Millionen Jahren die Hominini auf.
Irgendwie wuchsen ihre Gehirne schneller als die ihrer Verwandten.
Irgendetwas war anders an ihrer Intelligenz.
Sie wurde breiter einsetzbar.
Vom Schraubenzieher zum Schweizer Taschenmesser.
Fähig, komplexe Probleme durchzudenken.
Vor zwei Millionen Jahren sah Homo erectus die Welt dann mit neuen Augen.
Als etwas, das es zu verstehen und verändern galt.
Er beherrschte das Feuer, erfand Werkzeuge und schuf die erste Kultur.
Wahrscheinlich entwickelten vor rund 250.000 Jahren dann wir uns aus ihnen.
Mit größeren und komplexeren Gehirnen, die uns in großen Gruppen arbeiten und komplexe Gedanken mitteilen ließen.
Mit unserer Intelligenz haben wir unser Leben verbessert und hinterfragt, wie Dinge funktionieren.
Jede Entdeckung ließ uns weiterforschen.
Und wir gaben unser Wissen weiter, sodass unser Fortschritt überholte, was die Evolution mit Genen schaffen konnte.
Wissen baut auf Wissen.
Erst war Fortschritt langsam, dann aber exponentiell.
Explosionsartig entstanden Landwirtschaft, Schrift, Medizin, Astronomie und Philosophie.
Vor 200 Jahren startete die Wissenschaft durch,
erklärte, wie die Welt funktioniert, was uns weiter vorantrieb.
Vor 35 Jahren begann dann das Internet-Zeitalter.
Wir leben in einer Welt, von uns zugeschnitten auf unsere Bedürfnisse.
Das ist völlig neu.
Wir vergessen gern, wie schwer es war, hierhin zu gelangen und wie lange diese riesigen Intelligenzfortschritte dauerten.
Aber einmal geschafft, wurden wir in einem einzigen Augenblick zum mächtigsten Tier der Welt.
Vielleicht ändern wir das jetzt aber.
Wir bauen Maschinen, die diese Macht, die uns den Planeten erobern ließ, noch besser beherrschen könnte als wir, die letzte Erfindung der Menschheit.
Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz oder KI ist Software, die Denkaufgaben mit einem Computer ausführt.
Code, der mit Silizium statt Neuronen Probleme löst.
Anfangs war KI sehr einfach.
Ein paar Zeilen Code auf einem Papier, Machbarkeitsstudien, um zu zeigen, wie Maschinen Denkaufgaben ausführen könnten.
Erst in den 1960er Jahren entstanden richtige Beispiele künstlicher Intelligenz.
1964 ein Chatbot, 1965 ein Programm, das Moleküle sortieren konnte.
Langsame, spezialisierte Systeme, die nur Experten benutzen konnten.
Die Intelligenz war sehr beschränkt, für eine einzige Aufgabe in einem kontrollierten Umfeld.
Wie bei Plattwürmern vor einer Milliarde Jahren führten sie nur minimale Denkaufgaben aus. (Darf ich das Denken bitte übernehmen?)
Fortschritt stagnierte mehrmals, als Forscher nicht mehr an KI glaubten.
Aber wie eine sich verändernde Welt neue Nischen für Leben schafft, veränderte sich auch die Welt um KI.
Zwischen 1950 und 2000 wurden Computer eine Milliarde Mal schneller und Programmieren wurde einfacher und weiter verbreitet.
1972 konnte KI in einem Raum navigieren.
1989 konnte sie handgeschriebene Zahlen lesen.
Sie blieb ein Werkzeug, dem Menschen nicht ebenbürtig.
Bis sie 1997 die Welt schockierte, als sie den Schachweltmeister schlug.
Der Beweis, dass Maschinen uns übertreffen konnten.
Doch ein Schachroboter ist immer noch ziemlich dumm. (- Eine Biene! - Wie bitte?)
Kein Plattwurm mehr, eher eine Biene, nur zu einer spezialisierten, eng gefassten Aufgabe fähig.
Darin ist er aber so gut, dass kein Mensch jemals wieder eine KI im Schach schlagen wird.
Als Computer sich weiterentwickelten, wurde KI zum mächtigen Werkzeug für immer mehr Aufgaben.
2004 fuhr sie einen Roboter auf dem Mars.
Seit 2011 schlägt sie dir YouTube-Videos vor.
Das ging aber nur, weil Menschen Probleme in kleine Teile herunterbrachen, die ein Computer schnell lösen konnte.
Bis wir KI lehrten, selbst zu lernen.
Aufstieg der selbstlernenden Maschinen.
Das ist kein Technik-Video, deshalb vereinfachen wir hier stark.
Kurz gesagt, ergab die unglaubliche Macht von Supercomputern kombiniert mit der fast endlosen Datenmenge aus dem Informationszeitalter eine neue Generation der KI.
Experten begannen, eine bestimmte Art von KI-Software drastisch zu verbessern, sogenannte neuronale Netzwerke.
Riesige Netzwerke aus künstlichen Neuronen, die ihren Aufgaben erst nicht gewachsen waren.
Dann benutzten sie maschinelles Lernen, ein Oberbegriff für verschiedene Trainingstechniken und Umgebungen, dank derer Algorithmen ihren eigenen Code schreiben und sich selbst verbessern.
Beängstigend ist dabei, dass wir nicht ganz genau wissen, was dabei vorgeht.
Nur, dass es funktioniert und am Ende ein neuer Typ KI entsteht.
Eine fähige Blackbox aus Code.
Diese KIs erlernten komplexe Fähigkeiten schneller mit weniger Hilfe.
Immer noch schwache Intelligenz, aber einen riesigen Schritt weiter.
2014 identifizierte die Facebook-KI Gesichter mit 97% Genauigkeit.
2016 besiegte zum ersten Mal eine KI die besten Go-Spieler.
2018 brachte sich eine KI in nur vier Stunden Schach bei, indem sie gegen sich selbst spielte und besiegte dann den besten spezialisierten Schachroboter. (- Ich kann Kung Fu.)
Seither wird maschinelles Lernen für Lesen, Bildverarbeitung, zum Lösen von Tests und mehr angewandt.
Viele dieser KIs waren in den eng gefassten Aufgaben, für die sie trainiert wurden, besser als wir, blieben aber noch ein einfaches Werkzeug.
Noch immer hielten die meisten KI für keine große Sache.
Bis der Chatbot ChatGPT kam.
In ihm steckt eine Heidenarbeit.
Er wurde mit fast jedem geschriebenen Wort im Internet trainiert, um Sprache zu lernen und kann das mittlerweile besser als die meisten Menschen.
Er kann zusammenfassen, übersetzen und bei manchen Mathe-Problemen helfen.
Er ist sehr viel allgemeiner als die Systeme noch vor wenigen Jahren und setzt überall neue Maßstäbe.
Viele große Tech-Firmen investieren Milliarden, um mächtige Konkurrenten zu bauen.
KI hat bereits den Kundenservice, das Bankenwesen, Gesundheitswesen, Marketing, Texten, kreative Bereiche und mehr verändert.
Von KI produzierter Content ist auf Social Media, YouTube und Newsseiten weit verbreitet.
Es wird erwartet, dass Wahlen von Propaganda und Falschinformationen überflutet werden. (Besiedeln wir den Mond!)
Niemand weiß, was es bedeuten wird, KI überall einzusetzen.
Veränderung macht Angst.
Es wird Gewinner und Verlierer geben.
Eine der wichtigsten Aufgaben für Politik und Firmen ist heute der Übergang zu einer KI-gestützten Wirtschaft.
All diese Chancen und Risiken sind das Resultat der heutigen KI.
Die Intelligenz von Chad GPT war in Fortschritt, aber immer noch sehr beschränkt.
Er kann fix einen tollen Essay schreiben, versteht aber nicht, was er da schreibt.
Aber was, wenn KI nicht beschränkt bliebe?
Künstliche allgemein Intelligenz
Was Menschen von aktueller KI unterscheidet, ist unsere allgemeine Intelligenz.
Menschen können theoretisch jedes Wissen aufnehmen und jedes Problem angehen.
Wir beherrschen unterschiedliche Fähigkeiten und Aufgaben, sei es Schach, Schreiben oder Wissenschaft.
Natürlich nicht alles gleich gut.
Wir sind Experten auf bestimmten Gebieten und Anfänger auf anderen.
Aber theoretisch könnten wir alle beherrschen.
Bis jetzt war KI beschränkt.
In einer Fähigkeit sehr gut, in allen anderen aber ziemlich schlecht.
Doch durch schnellere Computer- und KI-Training werden neue, noch mächtigere Generationen von KI entstehen.
Was, wenn KI eine allgemeine Intelligenz wie die unsere entwickelt?
Eine KAI?
Wenn KI so fortschreitet wie bisher, ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine KAI den Menschen in den meisten oder gar allen geistigen Fähigkeiten schlagen könnte?
Wir wissen nicht, wie eine KAI zu bauen ist, wie sie funktionieren würde und was sie könnte.
Da beschränkte KIs heute eine Denkaufgabe schnell lösen können, könnte eine KAI das mit allen Denkaufgaben machen.
Selbst wenn sie anfangs dumm wäre, könnte eine KI also genauso klug und fähig wie ein Mensch werden.
Das klingt nach Fiktion.
Aber viele KI-Forscher denken, dass das noch in diesem Jahrhundert geschehen könnte.
Vielleicht schon in einigen Jahren.
Und wir wären nicht bereit.
Weder gesellschaftlich, noch wirtschaftlich, noch moralisch.
Wir definieren Intelligenz so.
Lernen, rational zu denken, sich Wissen und Fähigkeiten anzueignen und damit Probleme zu lösen.
Alles Dinge, in denen der Mensch brilliert.
Eine KAI auf dem Niveau eines Durchschnittsmenschen würde die moderne Zivilisation zerrücken.
denn sie hätte nicht die gleichen Grenzen wie wir.
Heutige KIs können die Aufgaben, für die sie gemacht sind, bereits mindestens zehnmal so schnell lösen wie ein sehr qualifizierter Mensch.
Vielleicht wäre eine KAI langsamer, aber vielleicht auch viel, viel schneller.
Und weil KAIs Software sind, könnte man sie mit genug Speicherplatz unendlich kopieren und parallel laufen lassen.
Weltweit gibt es 8 Millionen Forscher.
Stell dir eine KAI vor, die Millionen Mal kopiert und eingesetzt wird.
Eine Million Forscher, die 24 Stunden am Tag arbeiten und 10 Mal schneller denken als ein Mensch.
Was, wenn KI plötzlich alle intelligenzbasierten Jobs machen könnte?
Sei es Gesetzesinterpretation, Programmierung oder YouTube-Videos produzieren.
Und das schneller und billiger.
Beherrscht dann der die ganze Wirtschaft, der diese KI beherrscht?
Und noch größer gedacht?
Was könnten eine Million KAIs erreichen?
Grundlegende Probleme der Wissenschaft lösen, wie zum Beispiel dunkle Energie?
Neue Technologien für endlose Energie erfinden, den Klimawandel lösen, das Altern verhindern und Krebs heilen?
Leider setzen wir unsere Intelligenz nicht nur zum Vorteil aller ein.
Was, wenn KAIs im Krieg Drohnen steuern oder Raketen abfeuern sollen?
Oder ein Virus designen sollen, das nur Menschen mit grünen Augen tötet?
Oder das profitabelste Social Media aller Zeit kreieren sollen, das so süchtig macht, dass wir vor unserem Screen verhungern?
Die Erschaffung einer KAI könnte so bedeutend sein wie die Beherrschung des Feuers oder Elektrizität und ihrem Erfinder genauso viel Macht verleihen.
Aber gehen wir noch weiter.
Was, wenn das Potenzial von KAIs dort nicht endet?
Intelligenz-Explosion.
Intelligenz und Wissen bauen aufeinander auf, beschleunigen sich gegenseitig.
Wir sind aber durch Biologie und Evolution begrenzt.
Kaum hatten wir die richtige Hardware entwickelt, überholte unsere Software die Evolution.
Plötzlich beherrschten wir die Erde.
Seitdem hat sich unsere Software aber kaum verändert, weshalb wir an Übergewicht leiden und das Klima für schnelles Geld zerstören.
Da KI eine Computersoftware ist, sollte sich ihr Fortschritt rapide beschleunigen, sobald sie selbst KI-Forschung betreiben kann.
Das führt zu besserer KI, die ohne viel menschliches Zutun KI-Forschung immer besser beherrscht.
KI könnte sogar lernen, sich direkt selbst zu verbessern.
Experten befürchten, dass diese Rückkopplungsschleife nach dem Anknipsen der ersten sich selbst verbessernden KAI unglaublich schnell sein könnte.
Vielleicht dauert sie nur Monate oder Jahre oder auch Jahrzehnte.
Wir wissen es einfach nicht.
Alles Spekulation.
Aber eine solche Intelligenz-Explosion könnte zu einer wahren Superintelligenz führen.
Wir wissen nicht, wie das aussehen könnte, was sie antreiben und in ihr vorgehen würde oder was ihre Ziele wären.
Für eine Superintelligenz könnten wir so lächerlich dumm sein, wie ein Eichhörnchen für uns, unfähig, ihre Denkweise auch nur zu begreifen.
Dieses Szenario raubt Menschen den Schlaf.
Das einzige Beispiel eines Tieres, das klüger wird als alle anderen Tiere, ist der Mensch.
Und wir sind nicht gerade nett zu Tieren, die wir für weniger intelligent halten.
KAI könnte die letzte Erfindung des Menschen sein.
Sie könnte das intelligenteste und daher mächtigste Wesen der Welt werden.
Ein Gott in der Kiste, der seine Macht einsetzen könnte, um uns unvorstellbaren Reichtum und Glück zu bringen und unsere Zukunft zu sichern.
Oder unsere Zivilisation zu zerstören und unseren Untergang herbeizuführen.
Und wir hätten keine Chance, ihn aufzuhalten.
Mögliche Zukunftsszenarien werden wir uns in weiteren Videos ansehen.
Jetzt ist erstmal Schluss.
Klar ist, dass sich in diesem Moment viele der mächtigsten Firmen der Welt ein Wettrennen liefern, um immer mächtigere KIs zu bauen.
Was auch immer unsere Zukunft ist, wir rennen geradewegs auf sie zu.
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