2016-09-30
Drei Akkorde auf der Gitarre und provozierende Texte, Hundeketten um den Hals und Irokesenschnitt: In den 1970er-Jahren war Punk mehr als nur Musik. Er war ein Lebensgefühl. Heute ist Punk Teil des Mainstreams.
Mit einem spontan organisierten Festival in London, dem „100 Club Punk Festival", begann im Herbst 1976 die Erfolgsgeschichte der Punkmusik. Sie war wild improvisiert und sehr laut. Und sie passte zum Lebensgefühl einer Generation von Jugendlichen, die kaum Chancen auf einen Arbeitsplatz hatten – auch außerhalb von Großbritannien.
Punkmusik war mehr als nur laute Musik mit schrägen Akkorden: Sie wollte provozieren. Voller Zorn protestierten die Punks gegen das spießige Leben ihrer Eltern. „Ich will nicht werden wie mein Alter", sang zum Beispiel die deutsche Band „Ton, Steine, Scherben" Ende der 1970er Jahre. Rebelliert wurde aber auch gegen erfolgreiche Bands der Zeit, wie die „Rolling Stones", „Supertramp" oder „Genesis".
Auch mit ihrem Aussehen wollten die Punks schockieren: viel schwarzes Leder, Hundeketten, Sicherheitsnadeln in den Ohren und bunte Irokesenschnitte. Doch nicht lange blieb Punk Teil der Subkultur. Nach 1976 wurden überall Punkbands gegründet. Bereits im Sommer 1977 hatten die meisten Musikzeitschriften bekannte Punkbands wie die „Sex Pistols" auf ihren Covern.
Auch die Modeindustrie entdeckte den Punk für sich. Die Modedesignerin und Punkerin Vivienne Westwood war die erste, die Mitte der 1970er Jahre Kleidung im Punkstil produzierte. 2016, 40 Jahre nach dem „100 Club Festival", verkaufen Punkbands Millionen von Alben. Punk ist schon lange Mainstream. Als Lebensgefühl ist er weitestgehend Geschichte.
2016/9/30 20:34:22
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