德语助手
2025-03-26
Hallo, schön, dass ihr da seid.
Ich bin der Peter.
Ich bin Kerstin, und das ist unser Hund Jumper.
Herzlich willkommen in unserem winzigen Zollhaus.
Kommt rein.
Das Zollhaus ist das kleinste Fachwerkhaus in Hattingen, mit 38 Quadratmetern auch wirklich winzig.
Ja, und hier sind wir jetzt eigentlich schon im Herzstück unseres kleinen Häuschens, und zwar ist das unsere Küche.
Unser Raum, wo wir mit Freunden sitzen, mit Familie sitzen, wir unsere Abende gerne verbringen.
Wir haben uns von vornherein viele Gedanken machen müssen, dass wir platzsparend sind.
Also, überschüssige Sachen, die passen hier einfach nicht rein.
Worauf ich nicht verzichten konnte, war die Spülmaschine.
Hier muss auch immer alles aufgeräumt sein, weil sobald was rumsteht, wirkt es in einem kleinen Haus schnell unordentlich.
So kann man immer alles verstauen.
Hier haben wir 'nen Waschmaschinentrockner, weil zum Wäschetrocknen, haben wir hier wenig Platz.
Kleiner Kühlschrank, den haben wir noch, aber völlig ausreichend.
Einmal für unsere Gläser schon mehr, als man eigentlich benötigt.
Dann haben wir tatsächlich noch eine Schublade.
Und da ist alles drin, was man an Geschirr, Besteck braucht.
Da ist dann einmal alles untergebracht.
So, jetzt kommt dein Backofen, wir haben 'nen Hightech-Backofen.
Wir haben 'nen kleineren gewählt, um einfach Platz zu sparen.
Da sind solche Spielereien drin wie Dampfgaren.
Ich weiß nicht, der kann alles. - Haben wir noch nicht probiert.
Wir wissen es nicht.
Dann haben wir einen tollen Schrank gefunden, wo eigentlich alles Sonstige drin ist.
Jetzt ist das Schöne, dass man den so aufmachen kann, dass auch der Platz spart.
Ja, ist eigentlich ganz praktisch.
Wir kaufen halt täglich frisch ein.
Wir kochen komischerweise auch anders.
Man versucht, schnell das zu verbrauchen, was man tatsächlich da hat.
Wir gucken, was bringen die Vorräte, die wir haben - damit kochen wir.
Das Problem war, auch wenn wir wenig Müll haben, unseren Müll überhaupt zu entsorgen.
Weil es ein denkmalgeschütztes Gebäude ist, dürfen hier keine Mülltonnen stehen.
Dann haben wir Glück gehabt, dass wir so nette Nachbarn haben, mit denen wir mittlerweile auch befreundet sind.
Da dürfen wir unseren Müll jetzt immer entsorgen.
Das ist jetzt hier unser Lieblingsplatz und auch gleichzeitig Lieblingsmöbelstück.
Und zwar ist das ein alter Bäckertisch.
Den haben wir gefunden in einem Antiquariat.
Das waren 600 Euro.
Wir haben was gesucht, was gleichzeitig schön ist, gemütlich ist, Wärme ausstrahlt und für dich besonders wichtig, auch funktional ist.
Ich bin Produktmanager, und ich arbeite schon sehr häufig im Homeoffice.
Und da war es mir wichtig, vernünftig arbeiten zu können.
Ich kann euch das mal kurz zeigen, den kann man hier aufbocken, den Tisch.
Er ist dann sehr funktional, indem man im Homeoffice sitzen kann, im Homeoffice stehen kann.
Ich brauchte so einen Hebelmechanismus.
Ich hatte auch keine Ahnung, wie und wo man so was findet.
Ich bin jetzt auch kein Schreiner, also hab ich im Internet recherchiert, was es so Möglichkeiten gibt, um den Tisch anzuheben.
Hat ein paar Stunden gebraucht, bis ich die Mechanik eingebaut hatte.
Und ich sag mal, in Summe für 50 Euro, auch nicht teuer.
Da ist Stauraum drin, da ist zum Beispiel Paniermehl drin, da sind Fahrradteile drin, solche Sachen.
Ja, vorher haben wir auf 145 Quadratmeter gewohnt, in Bochum.
Eine richtig schöne Loftwohnung mit vielen Balkonen.
Und es war richtig schön.
Aber uns wurde schnell klar, dass wir nicht so groß wohnen wollen, sondern in Richtung "Tiny" gehen möchten.
Wir haben uns daraufhin Grundstücke angeguckt, Bauvorhaben.
Es war nur nie das dabei, was wir uns vorgestellt haben.
Dann suchte ich im Internet irgendwas anderes und hab dabei das Häuschen hier gefunden.
Dann sind wir hingefahren, haben uns das Haus von außen angeguckt, waren begeistert, haben uns direkt verliebt.
Wobei man muss ehrlich sein, als ich das erste Mal reingekommen bin, hab ich gesagt, hupp, mit 38 Quadratmeter von 145 ist das schon 'ne Herausforderung.
Aber wir haben sehr schnell dieses Häuschen lieben gelernt.
Und reduziert.
Das gibt einem Freizeit und Freiheit.
Ja, Jumper hat hier sein Plätzchen, bei uns in der Küche.
Aber hier hat bisher nicht nur Jumper gesessen, wenn wir mal mehr Leute hier sind, die wir eingeladen haben, dann hat 'ne Freundin auch schon mal mit ihm im warmen Körbchen gesessen.
Platz ist in der kleinsten Hütte.
Platz ist in der kleinsten Hütte, du sagst es.
Jetzt gehen wir weiter und schauen uns mal das Haus von hinten an.
Das Besondere ist, dass dieses alte Zollhaus 1820 auf den Überresten eines alten Wehrturms gebaut worden ist.
Und dieser Wehrturm stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Hier kann man den ganz gut erkennen, nur noch die Hälfte steht hier.
Und das Haus ist mit vier großen Balken auf diesen alten Wehrturm gesetzt und dann hochgebaut worden.
So, direkt angebunden an den Wehrturm, ist die alte Stadtmauer.
Sie ist heute nur zur Hälfte noch erhalten.
Ja, persönlich finde ich das total spannend, Teil der alten Stadtmauer zu sein von Hattingen.
Und ja, wir leben direkt drauf.
Vor dreieinhalb Jahren haben wir das Zollhaus entdeckt und gekauft.
Ja, ein halbes Jahr haben wir circa gebraucht mit Renovieren.
Wir haben den Boden rausgepickert, Badezimmer verändert.
Da waren ein paar Bausünden hier eingebaut mit Rigipswänden.
Die mussten wir alle rausreißen, weil wir es hier natürlich haben wollten.
Im Sinne, so wie es mal früher gebaut worden ist, mit Lehm und Lehmputz.
Dadurch, dass man mit zwei Menschen mindestens hier drin ist, dann erzeugt man auch viel Luftfeuchtigkeit.
Da hilft nicht nur Lüften, sondern auch ...
ja, dieser ursprüngliche Baustil mit dem Lehmputz.
Und das fanden wir ganz gut.
Bisher haben wir auch an dem Türrahmen nichts gemacht.
Du kommst so grad noch drunter.
Ich komme gerade durch.
Wenn ich's versuche, wird's schon schwieriger.
Und beide zusammen wird's eng.
Wir wollten's aber auch so.
So, dann geht es jetzt weiter, jetzt kommen wir in unseren kleinen Flur.
Da verbirgt sich auch ein Highlight. Ich mach's mal auf.
Dahinter ist nämlich, wie man sehen kann, unser Schuhschrank.
Der Schuhschrank geht noch ein Stück ins Eck, sodass hier bestimmt 30 Paar Schuhe reinpassen.
Das Problem ist, wenn wir ein Paar neue Schuhe kaufen, muss ein Paar Schuhe weg.
Das ist unsere Abmachung.
Ein Paar Schuhe kommt, ein Paar Schuhe geht.
Aber Peter hat's nicht genau genug gemacht.
Deswegen kann ich, wenn ich ein neues Paar hole, von Peter eins entsorgen, eins kommt, eins geht.
Das ist die Originaltreppe hier, die auch schon 1820 da war.
Wir wollten die auch gar nicht ändern.
Das Geländer ist so flexibel, dass man das relativ schnell auseinanderbauen kann.
Das ist so 'n Stecksystem.
Der Clou daran ist, wenn man hier Möbel hochtransportiert wie Betten, dann wird man das so nicht schaffen.
Mit diesem Mechanismus ist's einfach.
Man baut das Geländer ab, hievt die Möbel hoch und baut es schnell wieder ein.
Jetzt gehen wir mal nach oben.
Vorsicht, steile Treppe, niedrige Kopfhöhe.
Jetzt kommen wir in den Wohnschlafraum von uns.
Unser Wohnzimmer ist unten, aber hier haben wir unser zweites Wohnzimmer.
Genau, wir haben zwei.
Da, wo wir tagsüber auch gerne lümmeln.
Aber das ist auch das Schlafzimmer. - Unser Bett auch.
Darauf haben wir geachtet, wir wollten keinen Kompromiss schließen.
Wir sagten, auch wenn wir klein wohnen und 'ne Bettcouch haben, soll's qualitativ gut sein, dass wir gut schlafen können.
Abends muss man natürlich die Couch zum Bett machen.
Wir haben viele, die sagen, ist das nicht nervig, wenn man jeden Abend die Bettwäsche neu draufmacht.
Ist es gar nicht. - Für uns kein Problem.
Zwei Minuten? - Ja.
Wir haben nur für uns praktische Dinge.
So wie man es täglich im Leben braucht, so eine Musikbox, um eben Unterhaltung zu haben.
Wir haben unsere kleine Kaffeemaschine, die muss kompakt sein, damit sie gut reinpasst.
Dann hat mir Kerstin so einen Gin-Maker geschenkt.
Wir sind große Gin-Fans oder Gin-Tonic-Fans.
Da bereiten wir unseren eigenen Gin auch zu.
Ja, wir lesen auch total gerne.
Unser Problem ist, dass wir nicht so viel Platz haben und nicht viele Bücher unterbringen können.
Deswegen haben wir E-Books beide.
Ergänzend dazu, wir sind jetzt seit acht Jahren zusammen.
Wir haben eine Vergangenheit gehabt und haben viele Fotoalben gehabt.
Wir wissen gar nicht mehr, wohin damit.
Rigoros Digitalisieren hilft da und macht auch Spaß, weil man letztendlich auch viel öfter reinguckt.
Wie man sieht, sieht man keinen Fernseher.
Aber wir gucken ja trotzdem Fernsehen mit dem Beamer.
Also, es ist schon fast wie im Kino hier, obwohl es so klein ist.
So, hier hinter befindet sich unser kleines Badezimmer.
(Es) Ist knapp zwei Quadratmeter groß.
Das Schöne an dem kleinen Badezimmer ist, als wir losgegangen sind und haben Fliesen ausgesucht, wir brauchten gar nicht auf den Preis zu achten.
Das war total egal, wir brauchten ja überall nur zehn Fliesen.
Wir wollten hier erst Glas machen, damit das abgetrennt ist, aber dann haben wir festgestellt, dass das nur wieder Raum nehmen würde.
Beim Duschen ist es so, der Boden wird immer nass, danach wird sauber gemacht.
Wir müssen nie unser Badezimmer putzen.
Wir haben uns in der damaligen Wohnung nicht vorstellen können, wie ein kleines Bad designt werden konnte.
Dann haben wir unseren Küchentisch genommen, der viel größer ist.
Wir haben uns auf den Tisch gestellt, haben aus Pappe 'ne Toilette oder ein Spülbecken ausgeschnitten und haben die dahingelegt, bis wir ein gutes Gefühl haben, dass die Fläche dazu ausreichte.
Das Highlight, worauf ich bestanden hab, als wir hier eingezogen sind, war, das ist nämlich mein Schmuckstück hier.
Das ist noch mal Stauraum, der in der Wand eingelassen ist.
Find ich super, steht nichts rum.
Da hab ich mich drin verliebt, und mussten wir kaufen.
So, jetzt nehm ich euch mit in meinen besonderen begehbaren Kleiderschrank.
Den Raum hier hat Peter entworfen, weil er sich überlegt hat, wie wir den ganzen Raum am besten nutzen können.
Da ist ihm die Sache mit der Kleiderstange eingefallen.
Das Ganze hat er an einen Schreiner übergeben, und der hat es dann genau so gebaut.
Ich finde, so konnten wir den Dachboden am besten nutzen.
Eigentlich erkennt man normalerweise, welcher Schrank dem Peter gehört, und welcher mir gehört, weil Peters Schrank ist immer total ordentlich.
Und meiner ist eigentlich immer total zerrupft.
Aber dank Peter und ...
weil ja das Fernsehen heute kam, hat Peter netterweise meinen Kleiderschrank auch aufgeräumt.
Was ich hier noch hab, ist mein Sportgerät, mein Hula-Hoop.
Ich mach jetzt seit zwei Jahren im Verein Hula-Hoop und hab tatsächlich mittlerweile eine Möglichkeit gefunden, bei uns im Haus Hula-Hoop zu machen.
Ein ganz besonderer Rückzugsort befindet sich hier unten hinter dieser Klappe.
Kommt mal mit.
Wir befinden uns hier in den Überresten des alten Wehrturms.
Hier waren früher Soldaten, die sich hier versteckten und auf den Feind lauerten.
Wir nutzen das aber heute als gemütlichen Rückzugsort.
Wir haben uns tatsächlich davon inspirieren lassen, dass hier mal eine Weinhandlung drin war.
Wir haben gedacht, das ganze Gewölbe, und die Atmosphäre bietet sich dazu an, einen Weinkeller für uns zu machen.
Mmh!
Ach, Prösterchen.
Auf so kompaktem Raum muss man sich auch, ich sag mal, in der Enge schon mögen, ja?
Aber für uns ist das kein Problem. - Nee, klappt.
Wir lieben das.
Insofern finden wir uns auch hier richtig wohl.
Viele fragen auch, fehlt euch irgendwas?
Ich muss wirklich sagen, wir haben alles.
Und eigentlich immer noch zu viel.
War die richtig Entscheidung.
Das war unsere "Room Tour" durch das winzige Zollhaus.
Wir hoffen, es hat euch gefallen.
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