2015-12-23
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Der versunkene Schatz der Karibik
Forscher haben vor Kolumbien ein Schiffswrack entdeckt, das 1708 von Piraten zerstört wurde. An Bord sollen viele Smaragde und Goldmünzen sein. Noch bevor der Schatz gehoben ist, wird darum gestritten, wem er gehört.
Was für ein Schatz: rund elf Millionen Goldmünzen und fast 200. 000 Kilo Smaragde. Es wäre der größte Fund von verlorenen Kulturgütern der Geschichte, freute sich der kolumbianische Präsident, Juan Manuel Santos, der schon von einem großen Museum für den Schatz träumt. Die Forscher glauben, dass er zwischen drei und 17 Milliarden US-Dollar wert ist.
Gefunden wurde das Schiff mit dem Namen „San José" nur wenige Kilometer vor der kolumbianischen Küste. Am 8. Juni 1708 wurde das spanische Schiff dort von englischen Piraten zerstört und sank. „Die Schiffe der spanischen Krone sind zu dieser Zeit einmal im Jahr nach Spanien gefahren und haben der Krone die Reichtümer aus den Kolonien gebracht" , sagt der Historiker Nikolaus Böttcher. Nur: Wem gehört jetzt der Schatz?
Sowohl Spanien als auch Kolumbien erheben Besitzansprüche. So sagte der spanische Außenminister: „Das war ein spanisches Schiff, und es gehört auch dem Staat, unter dessen Flagge es fuhr. " Laut einer Konvention der UNESCO hat er recht: Gesunkene Kriegsschiffe gehören dem Staat, aus dem sie gekommen sind. Doch laut internationalem Seerecht hat Kolumbien recht. Hier gilt: Wenn ein Schatz bis zu zwölf Seemeilen vor der Küste eines Landes gefunden wird, gehört er ihm.
Das Ganze wird aber noch komplizierter, denn auch die private Firma „Sea Search Armada" erhebt Besitzansprüche. Sie behauptet, den Schatz in den 1980er Jahren als Erste gefunden zu haben. Deshalb will auch sie ihren Anteil. Doch bis der Schatz der „San José" gehoben wird, dauert es noch einige Jahre. Bisher konnten die Forscher nämlich nur mit einer Unterwasserdrohne an das Schiff herankommen.
2015/12/23 21:18:32
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