德语助手
2025-03-14
Ziehen sich Gegensätze denn nun wirklich an oder gesellt sich gleich und gleich gern?
Welcher Partner passt zu mir und worauf sollte ich wirklich achten bei der Partnerwahl?
Das alles jetzt.
Wenn es darum geht, den passenden Partner zu finden,
dann sind zwei Theorien in aller Munde,
von denen du bestimmt auch schon gehört hast.
Und das sind die Theorien Gegensätze ziehen sich an oder aber auch gleich und gleich gesellt sich gern.
Die Theorie hinter diesen Gegensätze ziehen sich an Dingen ist die,
dass wir besonders attraktiv finden,
was ganz anders ist als wir selbst.
Dass ich mich also zu einem Partner hingezogen fühle,
der vielleicht all diese Fähigkeiten und Qualitäten mitbringt, die ich nicht habe.
Und dann ist die Vorstellung natürlich die, dass der richtige Partner mich komplett macht.
dass er mich also in all diesen Bereichen ergänzt,
die mir noch fehlen, und dass er mir vielleicht auch helfen kann,
da so ein bisschen mehr in Fahrt zu kommen.
Also zum Beispiel kann man sich ja super vorstellen,
dass ein introvertierter Mensch sich zum Beispiel sehr von einem extrovertierten Menschen angezogen fühlt,
der nämlich all diese Dinge kann, die der introvertierte Mensch nicht so gut kann,
also in Gesellschaft anderer Menschen aufblühen,
neue Leute kennenlernen, Smalltalk führen,
all diese Sachen.
Und es würde ja auch durchaus Sinn machen,
sich vielleicht dann als Introvertierter so einen extrovertierten Partner zu suchen,
damit dieser einen einfach mehr rausholt,
also im wahrsten Sinne des Wortes auch mehr unter Leute bringt und so ein bisschen mehr aus der Komfortzone zieht.
Aber Gegensätze bieten natürlich auch wahnsinnig viel Potential für Konflikte und Streit und auch ganz viel Reibungsfläche.
Das kann man sich ja auch wiederum sehr gut vorstellen,
dass der introvertierte Partner dann irgendwann nach drei Monaten Beziehung einfach nicht verstehen kann,
warum der andere schon wieder ausgehen will und wieder irgendwie unter Leute will und warum er nicht mal einfach einen Abend gemeinsam zuhause verbringen möchte.
Und genau aus diesem Grund haben wir ja auch noch den zweiten Ansatz,
nämlich gleich und gleich gesellt sich gern.
Und die Theorie dahinter ist einfach,
dass die Gemeinsamkeiten für viel weniger Reibung sorgen,
dass man in die gleiche Richtung blickt,
dass man die gleichen Vorstellungen vom Leben hat,
dass man vielleicht ähnlich tickt, eine ähnliche Persönlichkeit hat.
Das alles sorgt natürlich dafür, dass die Beziehung viel einfacher und harmonischer ist.
Aber was ist denn nun wirklich besser? Wenn man sich psychologische Studien zu diesem Thema anguckt, dann...
Sieht die Antwort recht eindeutig aus,
nämlich wenn du wirklich interessiert bist an einer dauerhaften, langjährigen Partnerschaft,
dann solltest du dir unbedingt einen Partner suchen, der dir in den entscheidenden Aspekten ähnlich ist.
Also Modell gleich und gleich gesellt sich gern.
Zahlreiche Studien zeigen, dass Gemeinsamkeiten für eine dauerhafte Beziehung von Vorteil sind.
Es geht schon mal da los, dass uns Menschen,
die uns sehr ähnlich sind, eigentlich auch sympathischer sind.
Es geht darüber, dass Menschen gleichen Alters stabilere Beziehungen führen.
Also man muss nicht genau exakt gleich sein,
aber es lässt sich doch zeigen, dass Beziehungen,
die einen sehr, sehr grossen Altersabstand von mehreren Jahrzehnten haben,
in die eine oder andere Richtung weniger stabil sind.
Und ich glaube, das ist ja auch ganz gut vorstellbar,
weil wenn man ein ähnliches Alter hat,
dann hat man eben auch gleiche Kindheits- und Jugenderlebnisse und Erfahrungen gemacht.
Und das verbindet einfach.
Auch die Gemeinsamkeiten in der Familienkonstellation zum Beispiel verbinden,
also wenn die Eltern ähnliche Rollen eingenommen haben oder sogar auch,
wenn man eine ähnliche Stellung innerhalb der Familie hat.
Also es gibt Studien, die zeigen, dass sich Erstgeborene mehr zu Erstgeborenen hingezogen fühlen und Zweitgeborene eher zu Zweitgeborenen und so weiter.
Ähnliche Interessen oder Lebensereignisse verbinden,
also wenn beide Partner zum Beispiel schon mal eine schwere Krankheit überstanden haben oder einen Elternteil verloren haben oder so,
dann ist das etwas, was die von vornherein bindet,
etwas, was sie von vornherein teilen.
Auch Beziehungen, in denen die Partner einen ähnlichen Bildungsstand aufweisen,
werden als stabiler betrachtet.
Und zum Beispiel auch Beziehungen, in denen beide Partner ähnliche Persönlichkeitsprofile aufweisen.
Ganz konkret hat da das Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften herausgefunden,
dass Paare mit den Übereinstimmungen in diesen drei Big-Five-Persönlichkeitsdimensionen Offenheit für Erfahrung,
Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit längere und stabilere Beziehungen führen.
Falls dich das Ganze interessiert und du mal einschätzen möchtest,
wie du auf diesen Dimensionen abschneidest oder wie dein Partner auf diesen Dimensionen abschneidet,
dann schau dir unbedingt dieses Video hier oben an,
weil da habe ich die Persönlichkeitsdimension noch mal ausführlich erklärt.
Was diese ganze Gegensätze ziehen sich an Theorie betrifft,
so haben einige Studien, ich glaube eine Studie von Diane Felmley,
herausgefunden, dass diejenigen Eigenschaften,
die wir am Anfang an unserem Partner besonders attraktiv finden,
sich im Nachhinein oft als Trennungsgründe Nummer eins herausstellen.
Also dass das, was wir am Anfang reizvoll finden,
uns über die Zeit der Beziehung dann anfängt zu nerven und am meisten irgendwie abstösst.
Lediglich eine Ausnahme gibt es hier,
und die finde ich besonders spannend,
und zwar machen körperlich gesehen Unterschiede durchaus Sinn.
Und zwar haben Wissenschaftler von der Uni Bern herausgefunden,
dass Frauen diejenigen Körpergerüche von Männern besonders attraktiv fanden,
die ein besonders unähnliches Immunsystem aufweisen.
Das heisst, wir sind irgendwie in der Lage,
die bestimmten Proteine zu erschnüffeln,
die für den Aufbau oder die Zusammensetzung des Immunsystems verantwortlich sind,
und suchen uns da gezielt Partner raus,
die ein sehr unähnliches Immunsystem haben.
Und das macht natürlich biologisch gesehen unfassbar viel Sinn,
weil wir so natürlich versuchen, unserer Nachkommenschaft ein möglichst umfangreiches Abwehrsystem mitzugeben.
Da wir das mit dem Immunsystem erschnüffeln aber nicht so wirklich bewusst in der Hand haben,
habe ich dir jetzt noch mal fünf Aspekte zusammengestellt,
auf die du bei der Partnerwahl achten kannst,
wenn du wirklich an einer langfristigen Beziehung interessiert bist.
Und da ist der erste Aspekt Gemeinsame Zukunftsvorstellungen.
Das ist natürlich nicht etwas, was man vielleicht beim ersten Date abklopfen sollte,
aber schon im Laufe der Bekanntschaft einfach mal herausfinden,
was hat der Partner für eine Vorstellung von der Zukunft.
Wie möchte er leben, vielleicht auch wo möchte er leben,
was hat er für eine Vorstellung von seinem Beruf oder von Karriere,
möchte er Kinder haben.
Das ist unfassbar wichtig für langjährige Beziehungen,
denn wenn es da Uneinigkeiten gibt,
dann wird die Beziehung früher oder später zerbrechen.
Wenn der eine Partner vielleicht Kinder möchte und der andere nicht,
dann kann man das ein paar Jahre ignorieren,
aber spätestens wenn die biologische Uhr tickt oder so,
und das habe ich auch schon in meinem Freundeskreis erlebt,
trennen sich diese Paare, weil es einfach nicht zusammenpasst.
Zweitens: Gleiche Erwartung an die Partnerschaft.
Das ist, glaube ich, auch ein sehr wichtiger Aspekt, dass beide so eine ähnliche Vorstellung davon haben,
was die Beziehung für sie sein soll,
was sie ihnen geben soll.
Weil wenn der eine zum Beispiel ein unfassbares Bedürfnis nach Nähe hat und ganz viel zusammen machen möchte,
und der andere sieht den Partner, aber eher so als Statussymbol oder vielleicht als Sicherheit oder so an,
dann wird es auch immer wieder haken,
weil der eine vielleicht klammert und mehr machen möchte und der andere sich davon nur eingeengt fühlt.
Drittens, ähnliche Werte und Überzeugungen.
Hier geht es weniger so um Interessen.
Du müsst nicht beide irgendwie kochen toll finden oder gärtnern oder weiss nicht was,
weil Interessen ändern sich auch über die Zeit und man kann sich auch in verschiedenen Aspekten anpassen.
Das erlebt man ja auch über die Beziehung hinweg, dass man dem Partner ähnlicher wird über die Zeit.
Aber es geht mehr um so grundlegende Überzeugungen,
die sich doch weniger ändern, so was wie ist mir Ehrlichkeit wichtig oder Loyalität.
Oder was habe ich für ein Bedürfnis nach Sicherheit oder nach Freiheit und Abenteuer?
Wenn man da die gleichen Grundvorstellungen und Werte hat,
dann ist es auch etwas, was enorm bindet und was einen natürlich auch die Zukunft viel besser gemeinsam gestalten lässt.
Auch ein gemeinsamer Humor ist sehr wichtig.
Auch da wiederum ist es nicht unbedingt notwendig, dass ihr die gleichen Serien oder Comics mögt oder so.
Aber wenn du irgendwie einen Witz machst und dein Partner guckt dich doof an, weil er es einfach nicht versteht, ist es auf die Dauer,
glaube ich, auch sehr, sehr schwierig.
Der fünfte Aspekt, auf den du bei der Partnerwahl achten solltest,
und vielleicht sogar der wichtigste von allen, ist, dich nicht zu verbiegen.
Der grösste Fehler, den wir bei der Partnerwahl machen,
ist der, dass wir versuchen, jemand anderes zu sein,
dass wir versuchen, irgendwie besser zu sein,
anders zu sein, um unserem Partner zu gefallen.
Das kannst du meinetwegen machen, wenn du an einem Täter-Tee für die Nacht interessiert bist,
aber wenn es dir um eine langjährige,
langfristige, dauerhafte erfüllte Beziehung geht,
dann geht das nur, indem du du selbst bist,
indem der Partner auch die Möglichkeit hat,
dich wirklich selbst kennen zu lernen.
Und natürlich besteht dann die Gefahr, dass er dich vielleicht so wie du bist nicht magst.
Aber es ist doch viel besser, das gleich zu wissen,
als viele kostbare Monate oder Jahre in einer Beziehung zu verschwenden,
in der man sich die ganze Zeit verstellt,
nur um dann irgendwann, wenn die Reserven erschöpft sind,
weil man sich nicht ewig verstellen kann, zu merken, es funktioniert doch nicht.
Und ausserdem wollen wir doch für die Menschen geliebt werden, die wir sind.
Du siehst also, bei der Partnerwahl kommt es nicht unbedingt auf die hundertprozentige Übereinstimmung an,
aber es ist wichtig, dass ihr genug Ähnlichkeiten in den grundlegenden Bereichen aufweist und dann eben auch Gegensätze überbrücken und ergänzen könnt.
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