2016-01-06
Ab dem 1. Januar 2016 läuft der Urheberschutz für Hitlers „Mein Kampf" aus. Das bedeutet, dass das Buch wieder gedruckt werden darf. In Deutschland erscheint eine von Forschern kommentierte Ausgabe.
Im Jahr 1925 erschien der erste Teil von Adolf Hitlers autobiografischem Buch „Mein Kampf" . Viele Ideen, über die er schrieb, sind später Realität geworden. Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte das Buch in Deutschland nicht mehr neu veröffentlicht werden. Das lag daran, dass das Bundesland Bayern die Rechte an dem Werk besaß und diese genutzt hat, um den Druck des Buches zu verhindern. Nun, 70 Jahre nach dem Tod Hitlers, endet nach deutschem Recht der Urheberschutz für das Werk. Es gilt ab 1. Januar 2016 als „gemeinfrei" . Ab dann darf das Buch wieder gedruckt werden.
Im Januar 2016 erscheint eine kommentierte Ausgabe des Buchs in Deutschland. Mehrere Historiker des Münchner Instituts für Zeitgeschichte erklären darin auch, wie die Ideen und Lügen von Hitler entstanden sind. Der Leiter des Instituts Andreas Wirsching sagt: „Es wäre nicht gut (… ), wenn man diesen Text frei kursieren ließe und er dann überall verfügbar wäre. "
Seit das Institut die Veröffentlichung angekündigt hat, gibt es aber auch Kritik. Viele finden das Buch zu gefährlich. Charlotte Knobloch, die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, sagt zum Beispiel: „Hitlers Machwerk ist von Hass und Menschenverachtung durchdrungen und erfüllt Experten zufolge den Tatbestand der Volksverhetzung. "
Fremdenhass ist spätestens seit den Pegida-Demonstrationenwieder ein aktuelles Thema in Deutschland. Manche Menschen haben Angst, dass Hitlers Schrift den Rechtsextremismus stärken könnte. Die Ausgabe erscheint trotzdem, weil die Wissenschaftler überzeugt sind, dass man auf diese Weise die Geschichte und den Nationalsozialismus besser verstehen kann.
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