德语助手
2026-04-08
Hallo und herzlich willkommen in der Lingster Academy!
Ich bin deine Deutschlehrerin Julia und das heutige Video ist mal wieder ein echter Leckerbissen:
Es geht um die 4 Fälle im Deutschen und zwar um den Nominativ, Akkusativ, Dativ und den Genitiv.
Man nennt das Ganze auch Kasus,
im Plural Kasus.
Wie immer kannst du die Regeln mit Übungen zum heutigen Video sowie zu den wichtigsten Grammatikthemen in meinem 1x1 der Grammatik finden.
Das ist ein E-Book, das ich nur für dich gemacht habe und das du dir über den Link unter dem Video herunterladen kannst – natürlich kostenlos!
Bist du bereit?
Dann geht's los!
Jeder kennt diese grausame Tabelle mit den vier Fällen und den Fragen dazu und den Artikeln und keiner weiß wirklich,
was er damit machen soll.
Geht`s dir auch so?
Gleich nicht mehr.
Wir fangen jetzt aber gar nicht mit diesen Fragen oder Artikeln an, sondern mit der Logik dahinter.
Dazu habe ich ein paar Beispiele für dich:
Mein Nachbar hat bald Geburtstag. Am Wochenende findet seine Party statt.
Der verrückte Partylöwe hat alle seine Freunde eingeladen.
Vergessen wir Corona mal ganz kurz, ok?
Zuerst sucht man das Prädikat, das ist das Verb bzw. die Verben im Satz.
Und dann schaut man nach dem Subjekt und das Subjekt steht IMMER und NUR im Nominativ und man fragt IMMER und NUR „wer oder was“?
Wer für Menschen, was für Dinge: Satz 1:
Prädikat: hat – dazu gehört der Geburtstag,
damit es Sinn ergibt: Wer/Was hat bald Geburtstag?
mein Nachbar – und er ist das Subjekt und steht im Nominativ.
Satz 2: Prädikat: findet … statt – Wer/Was findet am Wochenende statt?
seine Party – sie ist das Subjekt im Nominativ.
Satz 3: Prädikat: hat … eingeladen – Wer/Was hat alle seine Freunde eingeladen?
der verrückte Partylöwe - er ist also das Subjekt.
Und was heißt Nominativ jetzt genau?
Es ist die Grundform von Nomen, der/die/das/ ein und eine – und diese Grundform benutzt man nur für Subjekte und für das Subjektprädikativum.
Vergiss den Begriff, schau dir die Beispiele an: Mein Nachbar ist ein verrückter Partylöwe.
Prädikat: ist.
Wer ist ein verrückter Partylöwe?
Mein Nachbar – Subjekt im Nominativ.
Aber mein Nachbar und der Partylöwe sind doch dieselbe Person, oder?
In der Mathematik würde man sagen: Mein Nachbar = ein verrückter Partylöwe Logisch,
dass ein verrückter Partylöwe dann auch im Nominativ steht,
oder?
Er ist ja im Prinzip das Subjekt.
Es gibt nur ein paar Verben, die so etwas können und dazu gehören:
sein, werden und bleiben Klar soweit?
Dann gehen wir direkt zum nächsten Fall und jetzt wird es spannend:
Elisabeth hat einen großen Hund.
Zusammen gehen sie oft in den Wald.
Dort darf er ohne seine Leine laufen.
Wir analysieren nochmal und dieses Mal suchen wir zusätzlich nach dem Akkusativ und davon gibt es drei verschiedene.
Satz 1: Prädikat: hat.
Wer hat?
Elisabeth – Sie ist das Subjekt.
Ist „Sie hat“ ein Satz?
Nein, denn das Verb „haben“ braucht mehr Information.
Wir fragen „Wen/Was hat Elisabeth?“ einen großen Hund – und schon haben wir ein Objekt im Akkusativ.
Nach dem Akkusativobjekt fragt man IMMER und NUR Wen/Was?
"Wen" für Menschen, "was" für Dinge.
Satz 2: Prädikat: gehen.
Wer geht oft zusammen in den Wald?
sie (ist das Subjekt – dieses Mal ein Personalpronomen, natürlich im Nominativ).
Und jetzt Achtung,
denn der Teil „in den Wald“ fehlt noch.
Was fragen wir?
Wohin gehen sie zusammen?
Antwort: in den Wald.
Ist das auch ein Objekt?
Nein.
Das ist ein Adverbial, denn es informiert uns über eine Richtung.
Man erfragt Adverbiale mit „Wo?
Wann? Wie? Wohin? Warum? etc.
Und wenn man auf die Frage „wohin?“ antwortet, dann mit dem Akkusativ.
Dieses Thema habe ich schon mal im Detail behandelt, oben rechts ist der Link zum Video.
Das heißt, der Akkusativ kann entweder für Objekte verwendet werden oder für Adverbiale – und für Attribute,
dazu komme ich aber gleich noch.
Adverbiale haben ganz oft eine Präposition, so wie „in, an, auf“ etc.
Diese Wörter sind zwar kurz, aber sie haben Kraft: Sie wollen einen Kasus.
Und das zeige ich dir in Satz 3: Prädikat: kann … laufen.
Subjekt: Wer/Was kann laufen?
er (wieder ein Personalpronomen im Nominativ). Was bleibt übrig?
„ohne seine Leine“.
Wie fragt man danach?
Wie kann er dort laufen? ohne seine Leine Das ist auch ein Adverbial.
Und woher sollst du wissen, dass es ein Akkusativ ist?
Weil die Präposition „ohne“ immer den Akkusativ braucht.
Es gibt sieben Präpositionen, die den Akkusativ fordern und zwar:
bis, durch, für, um, gegen, ohne und entlang.
Übrigens: Objekte beginnen normalerweise nicht mit einer Präposition,
sondern mit einem Artikel.
So kannst du auch gut erkennen, was ein Objekt ist und was ein Adverbial.
Und was ist nun ein Attribut?
Hier ein Beispiel: Die Demonstrationen gegen den Klimawandel finden seit der Pandemie nicht mehr statt.
Prädikat: finden … statt. Wer/Was findet seit der Pandemie nicht mehr statt?
die Demonstrationen gegen den Klimawandel - „gegen den Klimawandel“ ist das Attribut von „Demonstrationen“ und das heißt so,
weil es mehr Informationen über diese Demonstrationen gibt.
Es steht im Akkusativ, weil die Präposition „gegen“ immer den Akkusativ braucht.
Ich weiß, das sind viele komplizierte Begriffe.
Für dich ist es eigentlich egal,
ob es ein Adverbial oder ein Attribut ist,
solange du weißt, dass nach bestimmten Präpositionen ein bestimmter Kasus steht.
Alles klar soweit?
Dann machen wir weiter mit dem nächsten Fall und ein paar Beispielen:
Die Mitarbeiter gratulieren ihrem Chef zum Geburtstag.
Im Büro schenken sie ihm eine Torte mit seinem Foto darauf.
Sie schmeckt den Mitarbeitern sehr.
Gehen wir direkt zur Analyse über: Satz 1: Prädikat: gratulieren.
Wer/Was gratuliert ihrem Chef zum Geburtstag?
die Mitarbeiter - Sie sind Subjekt.
Wem gratulieren sie zum Geburtstag?
ihrem Chef – und er ist ein Dativobjekt.
Woher weiß man das? Super einfach!
Kann man einer Wasserflasche zum Geburtstag gratulieren? Nein?
Warum nicht? Weil das nur bei Menschen geht und vielleicht bei manchen Tieren.
Und das ist ganz typisch für Dativobjekte.
Sie beziehen sich fast nur auf Menschen.
Das siehst du an weiteren Verben, die ein Dativobjekt brauchen und zwar helfen,
danken, gefallen oder leidtun.
Aus diesem Grund fragt man auch NUR und IMMER wem?
nach dem Dativobjekt, nicht wem oder was?
Das klingt logisch, oder?
Auch über dieses Thema gibt es ein eigenes Video.
Aber Moment, wir sind noch nicht fertig,
denn auch im Dativ gibt es neben Objekten noch Adverbiale und Attribute,
die mit einer bestimmten Präposition beginnen.
Schauen wir uns „zum Geburtstag“ mal näher an.
Vielleicht siehst du schon, dass das auch ein Dativ ist,
denn die Endung -m ist dafür ganz typisch.
Was fragen wir?
Wozu gratulieren die Mitarbeiter ihrem Chef?
zum Geburtstag. Und woher weißt du, dass man hier den Dativ braucht?
Weil die Präposition „zu“ immer den Dativ braucht.
In diesem Fall ist das übrigens ein Präpositionalobjekt.
Die findet man immer dort, wo ein Verb eine bestimmte Präposition braucht.
Auch zu diesem Thema gibt es ein eigenes Video.
Ob das jetzt ein Präpositionalobjekt oder ein Adverbial ist,
ist für dich eigentlich ganz egal, denn „zu“ braucht immer den Dativ,
genauso wie die Präpositionen:
ab, außer, aus, bei, gegenüber, mit, nach, seit, von, zu.
ab,außer,aus,bei, gegenüber,mit, nach,seit,von,zu.
Weiter geht's mit Satz 2: Im Büro schenken sie ihm eine Torte mit seinem Foto darauf.
Uuh, hier gibt es einige Dative, aber zuerst das Prädikat: schenken.
Dann das Subjekt: Wer schenkt ihm im Büro eine Torte mit einem Foto von ihm?
sie (Personalpronomen im Nominativ).
Was fragen wir als nächstes?
Das ist jetzt eigentlich egal,
aber ich empfehle dir, die Teile von vorne nach hinten im Satz zu erfragen,
dann vergisst du nichts – oder du machst es nach Gefühl.
Wem schenken sie im Büro eine Torte mit seinem Foto darauf?
ihm - das ist ein Dativobjekt, denn wir fragen „wem“.
Es handelt sich hier um das Personalpronomen „er“, das im Dativ „ihm“ ist.
Und jetzt wird es spannend.
Was schenken sie ihm im Büro?
eine Torte mit seinem Namen darauf Ja,
das ist ein Akkusativobjekt, denn das Subjekt haben wir schon erfragt und sonst kann „was“ nur ein Akkusativobjekt sein.
Achtung!
Es handelt sich um ein langes Objekt.
Es ist eine Torte, aber diese Torte hat noch mehr Information und auch das ist ein Attribut.
„mit seinem Foto darauf“ ist das Attribut von Torte,
denn es gibt uns mehr Informationen über die Torte.
Und weil dieses Attribut mit der Präposition „mit“ beginnt, braucht es den Dativ.
Schauen wir uns noch den 3. Satz an: Sie schmeckt den Mitarbeitern sehr.
Prädikat: schmeckt. Wer/was schmeckt den Mitarbeitern sehr?
sie Nächste Frage: Wem schmeckt sie sehr?
den Mitarbeitern - Dativobjekt.
Woher weißt du, dass es ein Dativobjekt und kein Akkusativobjekt ist?
Kann einem Handy eine Torte schmecken?
Oder einem Tisch?
Natürlich nicht, denn „schmecken“ können nur Menschen und Tiere.
Also muss das ein Dativobjekt sein.
Cooler Trick, oder?
Außerdem kannst du es daran erkennen,
dass Mitarbeiter im Plural ein -n am Ende hat und das gibt es nur beim Dativ Plural.
Ist das soweit klar und verständlich?
Dann kommen wir zum letzten Fall und der ist mindestens genauso logisch wie die anderen Fälle – der Genitiv.
Beginnen wir mit Genitivobjekten,
denn das geht super schnell.
Warum? Wir verwenden nur sehr wenige Verben mit Genitivobjekt.
Eins davon ist „beschuldigen“ und das zeige ich dir in folgendem Satz:
Die Person wird des Mordes beschuldigt.
Kurze Analyse: Prädikat: wird … beschuldigt. Wer wird des Mordes beschuldigt?
die Person ( ist das Subjekt) und nun kommen wir zum Genitivobjekt:
Wessen wird die Person beschuldigt?
des Mordes.
Wie gesagt, diese Verben sind ziemlich selten,
man hört noch öfter anklagen,
verdächtigen oder bedürfen,
aber viele der Verben sind einfach altmodisch geworden.
Aber was man sehr oft benutzt sind Genitivattribute und die erfragt man auch mit wessen?
Wessen Schuhe sind das? Das sind die Schuhe meines Vaters.
Wessen Schlüssel sind das? Das sind die Schlüssel meiner Schwester.
Man braucht solche Attribute, wenn man sagen möchte,
wem etwas gehört oder wenn eine Sache zu einer anderen gehört,
zum Bsp.
Berlin ist die Hautstadt Deutschlands oder Deutschlands Hauptstadt ist Berlin.
Die Geschwindigkeit des Zuges ist unglaublich. Und der Baubeginn des Flughafens wird schon wieder verschoben.
Und zum Schluss kommen wir zu den Präpositionen,
die einen Genitiv brauchen und die kannst du sowohl in Attributen als auch in Adverbialen finden.
Damit dir der Unterschied direkt klar wird,
zeige ich dir zwei Beispiele: Die Sprechstunde während der Osterferien fällt aus.
Die Sprechstunde fällt während der Osterferien aus.
Vorab: Beide Sätze haben die gleiche Bedeutung und auch fast die gleiche grammatische Struktur.
Aber eben nur fast.
Um das genau zu sehen, machen wir wieder eine kleine Analyse:
Satz 1: Prädikat: fällt … aus – Wer/Was fällt aus?
die Sprechstunde während der Osterferien – hier haben wir also ein langes Subjekt mit dem Attribut „während der Osterferien“ – „während“ ist eine Präposition,
die den Genitiv braucht – zumindest in der Standardsprache.
Zum Vergleich Satz 2: Das Prädikat ist gleich: fällt … aus.
Wer/Was fällt während der Osterferien aus?
die Sprechstunde – sie ist das Subjekt.
Achtung: Alles, was vor dem ersten Verbteil steht, ist eine Information.
In Satz 1 ist sie länger, hier eben kürzer.
Nun fragen wir: Wann fällt die Sprechstunde aus?
während der Osterferien – nun haben wir ein Adverbial.
Weitere Genitivpräpositionen sind „aufgrund,
außerhalb und innerhalb, statt, trotz und natürlich wegen.
Übrigens: Es gibt ein ausführliches Video über den Genitiv,
das du dir gerne anschauen kannst, wenn du noch mehr über das Thema wissen willst.
Ja, das war's auch schon wieder für heute.
Wenn dir das Video gefallen hat und du etwas gelernt hast,
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damit du noch besseres Deutsch lernst.
Ich sag tschüss,
bis zum nächsten Video!
Deine Julia.
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